Erinnern und Gedenken überregional Teil 1 – Waren Müritz

Die Gedenkfeier zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus fand in diesem Jahr online statt. Viele mag das abgeschreckt haben, da die technischen Voraussetzungen erfüllt sein mussten und ein gewisses „know how“ erforderlich ist. Pandemie bedingt, gab es bis auf die Gottesdienste, aber keine Chance sich an den Mahnmälern und Gedenkorten zu treffen. Zudem bot das online Format noch eine weitere Chance. Menschen aus ganz Deutschland, hatten die Option am Sangerhäuser Gedenktag teilzunehmen. So auch Herr E.A. aus Waren Müritz. Der Name bleibt im folgenden Text zum Schutz der Persönlichkeitsrechte abgekürzt.

 

Welche Bande zwischen der Sangerhäuser Initiative Erinnern und Gedenken und Herrn E.A., sowie seiner Frau bestehen, ist mir nicht bekannt und soll dem Text auch nicht schaden. Jedenfalls, traten wir nach der Gedenkfeier in einem E-Mail-Austausch, den ich mehr als erwähnenswert finde. Denn auch in Waren Müritz wurde den Opfern gedacht und sich mit der Vergangenheit und der Zukunft auseinandergesetzt.

So wurden an einem Gedenkstein in Waren Blumen niedergelegt und im Anschluss gemeinsam mit Aktivist*innen des VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) Stolpersteine in der Innenstadt geputzt. Auch sonst beteiligt sich das Ehepaar an Veranstaltungen zum Erinnern und Gedenken, z.B. mit der Gedenkstätte KZ Außenlager Reetzow oder der Todesmärsche, und ist politisch engagiert. Die Mail beinhaltete großartige Hinweise für eine App, die Stolpersteine in Zukunft erlebbar machen soll und einer Filmreihe. Die Links folgen am Ende.

In Waren gibt es viele engagierte Leute, die sich um das Erinnern kümmern. Der Leiter des hiesigen Stadtgeschichtlichen Museums hat unsere Anregung bzgl. der Stolperstein-App sofort aufgegriffen und will sich kümmern. Dann hat in Waren die RAA Mecklenburg-Vorpommern ihren Sitz. Unter diesem Dach gibt es eine fleißige Filmemacherin, die viel mit Kindern und Jugendlichen arbeitet (z. B. ein Film über das KZ Außenlager Reetzow, eine Filmreihe „Klappe gegen rechts“…). Diese Filmerin machte auch gemeinsam mit einer Lehrerin am Warener Gymnasium und mit Schülern den Film „Gerdas Geheimnis“.  In ihm wird über eine Familie berichtet, der auch in Waren mehrere Stolpersteine gewidmet sind – Familie Löwenberg.  Wir werden uns selbst weiter bemühen, dass Schulen Patenschaften über Stolpersteine übernehmen. 

                               E.A. Waren Müritz

Ein Bericht zu Expertin Nicola Andersson die Stolpersteine mit Lebensgeschichten versehen will

Gedenkstein des KZ-Außenlager Reetzow

Die RAA Mecklenburg-Vorpommern - Klappe gegen Rechts und andere Projekte

Filmprojekt "Gerdas Geheimsnis"

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